Fortbildung „Gender- und vielfaltssensibles Handeln in der sozialen Arbeit“

Fortbildung in Hannover | aktuelle Termine werden bekanntgegeben

Eine Fortbildung für Haupt- und Ehrenamtliche der Arbeitsfelder Migration, Gleichstellung und Teilhabe, Fachkräfte aus der Bildungs- und Beratungsarbeit sowie weitere Interessierte. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 16 Personen begrenzt.

Diversität ist ein Grundbestandteil unseres täglichen Zusammenlebens und -arbeitens. Dabei sollen Zugangsbarrieren und Machtdifferenzen abgebaut werden und allen Personen soll die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Gleichzeitig haben soziale Kategorien wie ´Geschlecht` oder ´Herkunft` immer noch eine große Auswirkung auf die individuelle Biografie von Personen und limitieren oftmals die beruflichen Möglichkeiten und Teilhabechancen von diskriminierten Menschen(gruppen).

Wie kann Vielfalt im beruflichen und privaten Umfeld gefördert und wertschätzend verhandelt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedenen Diskriminierungen entgegenzuwirken und neue Zugänge zu schaffen? Inwiefern spielen Geschlechterverhältnisse bei verschiedenen Begegnungen oder in Teams eine Rolle?

In der Fortbildung werden die Teilnehmer*innen eingeladen, sich intensiv und selbstreflexiv mit den Themen Gender, Migration und Diversität zu beschäftigen und eine größere Handlungssicherheit in diesem Themenfeld zu erwerben. Es geht dabei um den Erwerb von Gender- und Diversitätskompetenz für das Berufs- und Privatleben sowie um die Entwicklung einer machtkritischen, diskriminierungssensiblen Perspektive. Der Fokus wird insbesondere auf der Reflexion der eigenen Haltung sowie eigenen stereotypisierenden Vorstellungen liegen. Zudem bekommen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, diversitätsbewusste Handlungsmöglichkeiten zu erforschen und auf methodisch vielfältige Weise transkulturelle Kompetenzen zu entwickeln.

Ziele der Schulung:

  • Stärkung der persönlichen Haltungs- und Handlungssicherheit im Arbeits- und Themenfeld Migration, Gender und Diversität
  • Reflexion und Erweiterung eigener Denk- und Verhaltensmuster
  • Vertiefte Auseinandersetzung mit verschiedenen Diskriminierungsformen (Rassismus, Sexismus, Klassismus etc.) und ihrer Verflechtung miteinander
  • Wissenserwerb über Gender und Geschlechterverhältnisse
  • Entwicklung einer intersektionalen und rassismuskritischen Betrachtungsweise
  • Einführung in Strategien wie Gender Mainstreaming und Diversity Mainstreaming
  • Reflexion der individuellen sozialen Position und der eigenen Praxis

Modul 1:
Gender und Geschlechterrollen in der postmigrantischen Gesellschaft  
– Gender als soziale Konstruktion, Geschlechterrollen, geschlechtliche Sozialisation
– Geschlechterverhältnisse und Sexismus heute
– Über das Denken in Binaritäten: Zum medialen Diskurs um migrierte Männer und Frauen
– Rassistische Diskurse um migrierte Männlichkeiten

Modul 2:
Migration, Diversität und Intersektionalität

– Institutionelle Öffnungsprozesse anstoßen
– Repräsentation und Aushandlungsprozesse
– Zusammenwirken verschiedener Diskriminierungsformen, insbesondere Rassismus, Sexismus und Klassismus
– Rassismuskritischen Blick entwickeln
– Mehrfachdiskriminierungen erkennen lernen (intersektionale Perspektive entwickeln)
– Reflexion von eigenen Privilegien / der eigenen gesellschaftlichen Position

Modul 3:
Praxistransfer und gender- und vielfaltssensible Projektgestaltung
Übertragung des gesammelten Wissens auf den Berufs- und Lebensalltag
– Besprechung von Fallbeispielen im Rahmen kollegialer Beratung
– Entwicklung von eigenen Projektideen
– Vielfaltssensible und diskriminierungskritische Veranstaltungsplanung

Bildungsreferent*innen: Anisa Abdulaziz | Tinka Greve | Manfred Brink

Für Fragen und Kontakt: vielgestaltig@vnb.de