Schulungsreihe „Diskriminierungskritisches Handeln in der sozialen Arbeit“

Schulungsreihe April 2026 bis Juni 2026

Eine Fortbildungsreihe in Hannover für Fachkräfte der Arbeitsfelder Migration, Gleichstellung und Teilhabe, aus der Bildungs- und Beratungsarbeit. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 14 Personen begrenzt.

Diskriminierung erschwert unser tägliches Zusammenleben- und arbeiten in einer superdiversen Gesellschaft. Dabei sollen Zugangsbarrieren und Machtdifferenzen abgebaut werden und allen Personen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Gleichzeitig haben soziale Kategorien wie ´Geschlecht`, ´Herkunft` oder ´Religion` immer noch eine große Auswirkung auf die individuelle Biografie von Personen und limitieren oftmals ihre beruflichen Möglichkeiten und Teilhabechancen.

Wie kann das Thema Diskriminierung im beruflichen und privaten Umfeld besprochen und behandelt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedenen Diskriminierungen entgegenzuwirken und neue Zugänge zu schaffen? Inwiefern spielen beispielweise Geschlechter- oder Klassenverhältnisse bei unseren täglichen Begegnungen oder in Teams eine Rolle?

In der Fortbildung werden die Teilnehmer*innen eingeladen, sich intensiv und selbstreflexiv mit dem Thema Diskriminierung zu beschäftigen und eine größere Handlungssicherheit in diesem Themenfeld zu erlangen. Es geht dabei um die Entwicklung einer macht- und diskriminierungskritischen Perspektive. Der Fokus wird insbesondere auf der Reflexion der eigenen Haltung sowie auf der Reflexion eigener Stereotype und Vorurteile liegen. Zudem bekommen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, diskriminierungskritische Handlungsmöglichkeiten zu erforschen und auf methodisch vielfältige Weise Empathie und eigene Standpunkte zu entwickeln.

Ziele der Schulung:

  • Stärkung der persönlichen Haltung und Handlungssicherheit im Themenfeld Diskriminierungskritik
  • Reflexion und Erweiterung eigener Denk- und Verhaltensmuster
  • Wissenserwerb über Geschlechterverhältnisse und Sexismus
  • Wissenserwerb über Klassenverhältnisse und soziale Ungleichheit
  • Entwicklung einer intersektionalen und rassismuskritischen Betrachtungsweise
  • Machtkritische Reflexion der individuellen sozialen Positionierung und der eigenen Praxis

Modul 1: 9.-10. April 2026 Diskriminierung und Sexismus

– Einführung in das Themenfeld Diskriminierungskritik
– Intersektionalität: Mehrfachdiskriminierungen erkennen lernen
– Geschlechterverhältnisse und Sexismus heute
– Heterosexismus, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Modul 2: 12.-13. Mai 2026 Klassismus- und Rassismuskritik

– Klassistische Verhältnisse und soziale Ungleichheit
– Rassismuskritischen Blick entwickeln
– Reflexion von eigenen Privilegien / eigener gesellschaftlichen Position

Modul 3: 4.-5- Juni 2026 Praxistransfer und diskriminierungskritisches Handeln

– Übertragung des gesammelten Wissens auf den Berufs- und Lebensalltag
– Besprechung von Fallbeispielen im Rahmen kollegialer Beratung
– Powersharing und Allyship: Wie teile ich meine Macht?
– Erproben von Handlungsmöglichkeiten durch das Theater der Unterdrückten (Augusto Boal)

Bildungsreferent*innen: Anisa Abdulaziz | Tinka Greve | Manfred Brink

Teilnehmer*innen-Anzahl: maximal 14 Teilnehmende

Kosten: Die Teilnahme an der Fortbildungsreihe kostet 200€. Sollte es für Sie nicht möglich sein, den Betrag aufzubringen, können Sie uns gerne kontaktieren und wir finden gemeinsam eine Lösung.

Zugangsvoraussetzungen und wichtige Hinweise: Wir setzen das Interesse und die Bereitschaft zur selbstreflexiven Auseinandersetzung sowie zur intensiven Zusammenarbeit in der Gruppe voraus. Für den Erwerb eines Zertifikats ist die aktive Teilnahme an 80% der Schulungszeit und an der Auftaktveranstaltung Mindestvoraussetzung.

Die Modultage / Module bauen inhaltlich und bzgl. der Gruppendynamik aufeinander auf. Melden Sie sich daher bitte nur an, wenn Sie eine Teilnahme an allen Fortbildungstagen fest einplanen.

Anmeldefrist: 25.03.2026

Ort: Die Schulung wird in Präsenz stattfinden. Der Ort wird zentral gelegen in Hannover sein – die genauen Räumlichkeiten werden nach Anmeldung bekanntgegeben.

Die AGBs der Veranstaltung finden Sie hier.

Referent*innen-Profil

Anisa Abdulaziz | (1991*) M.A. Politikwissenschaft Anisa Abdulaziz ist seit 2021 Bildungsreferentin und pädagogische Mitarbeiterin im VNB e.V. Neben ihrem Studium der Politikwissenschaft arbeitete sie in einer unterstützenden und beratenden Tätigkeit mit geflüchteten Menschen. Nach ihrem Studium war sie in der Robert Bosch Stiftung im Themenfeld „Einwanderungsgesellschaft“ tätig und beschäftigte sich u.a. mit der Stärkung wenig repräsentierter und von rassistischer Diskriminierung betroffener Gruppen. Als Bildungsreferentin im Projekt vielgestaltig* liegen ihre Arbeitsschwerpunkte in den Bereichen Diskriminierung, Rassismuskritik sowie Flucht und Migration.

Tinka Greve | (1991*) M.A. Migrationswissenschaften Seit 2019 arbeitet Tinka Greve als Bildungsreferentin beim VNB e.V. mit den Themenschwerpunkten Diversität, Sexismus, Rassismuskritik und Intersektionalität. Zuvor war sie in verschiedenen Projekten mit geflüchteten Menschen tätig, vorallem in Hamburg und Bologna. Ihr Studium absolvierte sie in Studium Individuale (Lüneburg) und International Migration and Ethnic Relations (Malmö, Schweden), wobei ihr Themenfokus stets diskriminierende Strukturen in diversen Gesellschaften waren. Darüber hinaus ist sie an Themen wie Somatik, Körperarbeit, Trauma, Tanz- und Theaterpädagogik interessiert, was sich auch in ihrer Bildungsarbeit widerspiegelt.

Kontakt: Anisa Abdulaziz | Tinka Greve

vielgestaltig@vnb.de

Für Fragen rund um die Anmeldung: Ivonne Hartleib

ivonne.hartleib@vnb.de