Schulungsreihe „Diskriminierungskritisches Handeln in der sozialen Arbeit“

Ein Bild, auf dem verschiedene Personen zu sehen sind, die miteinander im Gespräch sind.

Schulungsreihe

Eine Fortbildungsreihe in Hannover für Fachkräfte der Arbeitsfelder Migration, Gleichstellung und Teilhabe, aus der Bildungs- und Beratungsarbeit. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist auf 14 Personen begrenzt. Diese Fortbildungsreihe wird voraussichtlich im Herbst 2026 wieder angeboten werden. 

Diskriminierung erschwert unser tägliches Zusammenleben- und arbeiten in einer superdiversen Gesellschaft. Dabei sollen Zugangsbarrieren und Machtdifferenzen abgebaut werden und allen Personen die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Gleichzeitig haben soziale Kategorien wie ´Geschlecht`, ´Herkunft` oder ´Religion` immer noch eine große Auswirkung auf die individuelle Biografie von Personen und limitieren oftmals ihre beruflichen Möglichkeiten und Teilhabechancen.

Wie kann das Thema Diskriminierung im beruflichen und privaten Umfeld besprochen und behandelt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, verschiedenen Diskriminierungen entgegenzuwirken und neue Zugänge zu schaffen? Inwiefern spielen beispielweise Geschlechter- oder Klassenverhältnisse bei unseren täglichen Begegnungen oder in Teams eine Rolle?

In der Fortbildung werden die Teilnehmer*innen eingeladen, sich intensiv und selbstreflexiv mit dem Thema Diskriminierung zu beschäftigen und eine größere Handlungssicherheit in diesem Themenfeld zu erlangen. Es geht dabei um die Entwicklung einer macht- und diskriminierungskritischen Perspektive. Der Fokus wird insbesondere auf der Reflexion der eigenen Haltung sowie auf der Reflexion eigener Stereotype und Vorurteile liegen. Zudem bekommen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, diskriminierungskritische Handlungsmöglichkeiten zu erforschen und auf methodisch vielfältige Weise Empathie und eigene Standpunkte zu entwickeln.

Ziele der Schulung:

  • Stärkung der persönlichen Haltung und Handlungssicherheit im Themenfeld Diskriminierungskritik
  • Reflexion und Erweiterung eigener Denk- und Verhaltensmuster
  • Wissenserwerb über Geschlechterverhältnisse und Sexismus
  • Wissenserwerb über Klassenverhältnisse und soziale Ungleichheit
  • Entwicklung einer intersektionalen und rassismuskritischen Betrachtungsweise
  • Machtkritische Reflexion der individuellen sozialen Positionierung und der eigenen Praxis

Modul 1: Diskriminierung und Sexismus

– Einführung in das Themenfeld Diskriminierungskritik
– Intersektionalität: Mehrfachdiskriminierungen erkennen lernen
– Geschlechterverhältnisse und Sexismus heute
– Heterosexismus, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Modul 2: Klassismus- und Rassismuskritik

– Klassistische Verhältnisse und soziale Ungleichheit
– Rassismuskritischen Blick entwickeln
– Reflexion von eigenen Privilegien / eigener gesellschaftlichen Position

Modul 3: Praxistransfer und diskriminierungskritisches Handeln

– Übertragung des gesammelten Wissens auf den Berufs- und Lebensalltag
– Besprechung von Fallbeispielen im Rahmen kollegialer Beratung
– Powersharing und Allyship: Wie teile ich meine Macht?
– Erproben von Handlungsmöglichkeiten durch das Theater der Unterdrückten (Augusto Boal)

Bildungsreferent*innen: Anisa Abdulaziz | Tinka Greve | Manfred Brink

Teilnehmer*innen-Anzahl: maximal 14 Teilnehmende

Zugangsvoraussetzungen und wichtige Hinweise: Wir setzen das Interesse und die Bereitschaft zur selbstreflexiven Auseinandersetzung sowie zur intensiven Zusammenarbeit in der Gruppe voraus. Für den Erwerb eines Zertifikats ist die aktive Teilnahme an 80% der Schulungszeit und an der Auftaktveranstaltung Mindestvoraussetzung.

Die Modultage / Module bauen inhaltlich und bzgl. der Gruppendynamik aufeinander auf. Melden Sie sich daher bitte nur an, wenn Sie eine Teilnahme an allen Fortbildungstagen fest einplanen.

Ort: Die Schulung wird in Präsenz stattfinden. Der Ort wird zentral gelegen in Hannover sein – die genauen Räumlichkeiten werden nach Anmeldung bekanntgegeben.

Die AGBs der Veranstaltung finden Sie hier.

Bitte beachten: Aktuell ist keine Anmeldung zu dieser Fortbildungsreihe möglich. Voraussichtlich ist eine Wiederholung im Herbst 2026 geplant. Neue Informationen dazu finden Sie zeitnah auf dieser Website.