Workshop Diskriminierung in der Arbeit mit älteren Menschen

Zwei Senior*innen, die sich umarmen.

„Haben Sie eigentlich einen Ehemann?“, „Dafür sind Sie doch bereits zu alt!“, „Verliebtheit unter alten Menschen, dass ist doch nur eine Phase…“ – all diese Sätze fallen vermutlich an vielen Stellen, wo medizinisches oder pflegerisches Personal mit älteren Menschen arbeitet. Gleichzeitig offenbaren sie einen defizitären Blick auf alte Menschen, der ihnen einen eigenen Entscheidungsspielraum, den Wunsch nach Sexualität und Intimität oder ihre Handlungsmacht abspricht. Stattdessen erleben leider viele Senior*innen in Einrichtungen oder ärtzlichen Praxen, dass sie unwürdig behandelt werden und eine Vorstellung der letzten Lebensphase dominiert, die allein mit Krankheit und Bedürftigkeit assoziert wird.

Der Workshop „Never get´s old“, welche im Rahmen des gleichnamigen EU-Projekts entwickelt wurde, soll daher pädagogisches, medizinisches oder pflegerisches Personal schulen, wie ein respektvoller und diskriminerungskritischer Umgang mit älteren Menschen gelebt werden kann. Dabei geht es darum, Bedürfnisse wie Sexualität und Intimität als lebenslange Bedürfnisse zu verstehen und dies auch beispielsweise Menschen in Pflegeeinrichtungen zuzugestehen. Die Teilnehmenden lernen, ohne heterenormative Vorstellungen in den Kontakt mit Senior*innen zu kommen und ihnen möglichst queersensibel zu begegnen. Gleichzeitig thematisieren wir in dem Workshop auch andere Diskriminierungsformen, von denen ältere Menschen potentiell betroffen sein können, wie Rassismus und/oder Antisemitismus.

Zielgruppe: medizinisches oder pflegerisches Personal, Sozialarbeitende, Freiwillige, Angehörige von alten Menschen, Personen aus der Erwachsenenbildung.

Der Workshop kann als Halb- oder Ganztagesworkshop durchgeführt werden.

Mehr Informationen über das zugehörige EU-Projekt finden Sie hier: www.nevergetsold.eu